Rund 150 🤩 Einpersonenunternehmen kamen am 17. September in die Hauswirtschaft in Wien-Leopoldstadt, um sich einen ganzen Tag lang dem Thema zu widmen, vor dem sich die meisten von uns am liebsten drücken: Akquise. Ein Tag voll ehrlicher Learnings, praktischer Tipps und jeder Menge Vernetzung. Ich habe den Tag konzipiert und gemeinsam mit meiner Kollegin und Freundin Ines Abensberg-Traun moderiert, und ich kann sagen: Er hat alles gehalten, was wir uns davon versprochen haben.
Die tollen Fotos sind allesamt von Sophie Menegaldo
Akquise ist ein Handwerk
Eröffnet wurde der Tag von Sonja Franzke, unserer Regionalsprecherin, die von Anfang an die Richtung vorgegeben hat: Akquise ist kein Talent, das man hat oder nicht hat – es ist ein Handwerk, das man lernen kann. Genau darum ging es den ganzen Tag.
Ahh – wie Akquise: Die Keynote
Den Auftakt machte Christina Krug mit ihrer Keynote „Ahh – wie Akquise“ und im Anschluss mit dem Workshop „BRRR Kaltakquise“. Für mich war das der perfekte Einstieg, weil sie sofort mit der größten Angst aufgeräumt hat, die viele von uns vor dem Telefonhörer haben. Ihre Botschaft: Wer weiß, wen er anruft und warum, braucht keinen perfekten Satz. Die meiste Unsicherheit kommt nicht von fehlendem Mut, sondern von fehlender Vorbereitung.
„Beim ersten Telefonat will ich noch gar nichts verkaufen. Ich möchte nur eine einzige Frage beantwortet haben: Gibt es hier überhaupt einen Bedarf, bei dem ich helfen kann?“, so Christina. Und mein persönliches Learning aus ihrem Workshop: Ein Nein gehört zum Prozess, nicht zum eigenen Versagen. Das nächste Telefonat ist einfach die nächste Gelegenheit.
I Like LinkedIn
Weiter ging’s mit Jasmin Schierer und ihrem Workshop „I Like LinkedIn“. Sie hat uns gezeigt, wie B2B-Akquise auf LinkedIn wirklich funktioniert – und zwar nicht, indem man wildfremden Menschen sofort sein Angebot auf´s Aug drückt. „Du würdest auch auf einer Networking-Party nicht zu einer fremden Person gehen und sofort dein Angebot pitchen. Erst kennenlernen, dann verkaufen“, hat sie es auf den Punkt gebracht. Und: Sichtbarkeit entsteht nur mit Routine – einmal im Monat reinschauen reicht nicht: Routne ist die Devise.
Unbezahlbar!
Wie man als EPU in die Medien kommt
Wie man als EPU in die Medien kommt
Julia Elsissi hat in ihrem Workshop „Unbezahlbar!“ gezeigt, wie Medienarbeit auch ohne großes Budget gelingt. Ihr Satz, den ich mir dick unterstrichen habe: „Auch ich kann in die Medien kommen. PR ist nicht gleich Werbung – für Medienarbeit brauche ich eine gute Geschichte.“ Genau diese Geschichte zu finden, das war für viele im Raum der Aha-Moment des Nachmittags.
Social Media – kann das endlich weg?
Nach der Mittagspause ging es mit Jürgen Haslauer weiter, der mit seinem Workshop-Titel „Social Media – kann das endlich weg?“ schon vorwegnahm, wie viele von uns zu diesem Thema stehen. Seine Antwort war klar: Social Media ist kein Selbstzweck, sondern muss zu Zielgruppe und Angebot passen. „Content muss für Menschen funktionieren, nicht nur für den Algorithmus: Würde jemand aus meiner Zielgruppe diesen Beitrag teilen?“ – eine Frage, die ich mir jetzt bei jedem Posting stelle.
Geo und SEO: So findet mich die KI
Marietta Robitza von Slopelift hat uns mit „Geo und SEO“ mitten hineingeholt in die Frage, wie man in Zeiten von KI-Suche überhaupt noch gefunden wird: „Format & Struktur sind entscheidend für die User-Experience und die KI-Lesbarkeit – ebenso wie Aktualität und individuelle Inhalte mit echtem Mehrwert.“
Du bist dran!
Im letzten Programmpunkt, „Du bist dran“, haben wir uns gegenseitig Peer-Feedback zu unseren eigenen Akquise-Taktiken gegeben – für mich einer der wertvollsten Momente des Tages, weil hier aus Theorie ganz konkrete, persönliche Umsetzung wurde. Unsere GWW-Coaches Ines Abensberg-Traun und Maria Lackner leiteten diesen Austausch an.
Wir sind EPU
Zum Abschluss habe ich es noch einmal auf den Punkt gebracht: Wir sind EPU – und gemeinsam wird alles viel besser, sogar die Wirtschaftskammer 😊. Denn eines ist mir wichtig: Man kann sich über vieles in der Wirtschaftskammer aufregen – man kann aber auch alle fünf Jahre wählen. Deshalb mein Aufruf an alle EPU: Nutzt das bei der nächsten Wirtschaftskammerwahl 2030!
Und jetzt? Unsere Fortbildungsreihe geht weiter!
Der Tag der Akquise war erst der Auftakt. Bis Juni 2027 bieten wir noch einige weitere Fortbildungen an – die nächsten Termine: am 15. Oktober dreht sich alles um Zeitmanagement, am 26. November gibt’s pragmatische Steuerspartipps. Anmeldung und alle Termine gibt’s auf der Website der Grünen Wirtschaft.
Danke an Christina, Jasmin, Julia, Jürgen und Marietta für ihre wertvollen Inputs, an Sonja für die Eröffnung, an die Hauswirtschaft als Gastgeberin, an das Team in der Grünen Wirtschaft Wien – und vor allem an euch rund 150 EPU, die so zahlreich gekommen seid!
Was ihr jetzt tun könnt:
- Traut euch: Der erste Anruf ist immer der schwerste – danach wird’s leichter
- Erzählt eure Geschichte: für die Medien, auf LinkedIn, überall dort, wo eure Zielgruppe ist
- Meldet euch für die nächsten Termine an – Zeitmanagement am 15.10., Steuerspartipps am 26.11.
- Geht 2030 zur Wirtschaftskammerwahl – und sagt es euren selbständigen Freund:innen weiter!
- Genießt die tollen Fotos 💗